Berufsunfähigkeitsversicherung

BU-Versicherung auf Honorarbasis: Beratung ohne Provision

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zu den wichtigsten Absicherungen im Erwerbsleben. Doch die Art der Beratung entscheidet oft darüber, ob der Vertrag im Ernstfall wirklich leistet. Wir erklären, warum Honorarberatung hier einen echten Unterschied macht.

Das Problem

Warum viele BU-Verträge im Ernstfall enttäuschen

Rund jeder vierte Berufstätige wird im Laufe seines Arbeitslebens berufsunfähig. Eine BU-Versicherung soll dann das Einkommen ersetzen. Soweit die Theorie. In der Praxis zeigt sich häufig ein anderes Bild: Leistungsanträge werden abgelehnt, weil das Bedingungswerk Lücken hat, die Gesundheitsfragen unsauber ausgefüllt wurden oder der Tarif von Anfang an nicht zum Beruf gepasst hat.

Das Problem liegt selten bei den Versicherern allein. Es beginnt bei der Beratung. Wer eine BU über einen Provisionsvermittler abschließt, muss wissen: Dieser Vermittler wird vom Versicherer bezahlt, nicht von Ihnen. Die Provision fließt einmalig bei Abschluss und kann mehrere Tausend Euro betragen. Das schafft einen Interessenkonflikt, der sich auf die Qualität der Empfehlung auswirken kann.

Ein Tarif mit hoher Provision ist nicht automatisch schlecht. Aber die Frage, ob ein Vermittler den für Sie besten oder den für ihn lukrativsten Tarif empfiehlt, lässt sich von außen kaum beantworten. Genau hier setzt die Honorarberatung an.

Vergleich

Provision vs. Honorarberatung bei der BU

Der Unterschied zwischen beiden Modellen liegt nicht nur in der Vergütung. Er zieht sich durch den gesamten Beratungsprozess, von der Tarifauswahl bis zur Begleitung im Leistungsfall.

Provisionsberatung

!Vergütung durch den Versicherer, nicht durch Sie. Höhe der Provision variiert je nach Tarif.

!Tarifauswahl kann durch Provisionsunterschiede beeinflusst werden.

!Beratungstiefe bei Gesundheitsfragen oft nicht ausreichend dokumentiert.

!Betreuung im Leistungsfall nicht immer gewährleistet, da Provision bereits gezahlt wurde.

!Provision ist im Beitrag eingepreist, aber nicht separat ausgewiesen.

Honorarberatung

Sie bezahlen die Beratung direkt. Kein Versicherer vergütet den Berater.

Tarifempfehlung ausschließlich nach Bedingungsqualität und Ihrem Berufsbild.

Sorgfältige Aufbereitung der Gesundheitshistorie mit Voranfragen bei mehreren Versicherern.

Begleitung im Leistungsfall ist in Kooperation mit Fachanwalt möglich.

Nettotarife ohne Provision: oft günstigerer Beitrag bei gleicher Leistung.

Im Detail

Drei Gründe, die für Honorarberatung sprechen

01

Bedingungswerk statt Markenname

Ein Honorarberater hat keinen Anreiz, einen bestimmten Versicherer zu bevorzugen. Die Auswahl basiert auf dem Kleingedruckten: Wie ist die Nachversicherungsgarantie geregelt? Gibt es eine echte Umorganisationsklausel? Wie streng sind die Meldefristen? Diese Details entscheiden im Leistungsfall, nicht der Name auf dem Briefkopf.

02

Gesundheitsfragen richtig beantworten

Fehler bei den Gesundheitsangaben sind der häufigste Grund für Leistungsablehnungen. Ein Honorarberater nimmt sich die Zeit, Ihre Krankengeschichte vollständig aufzuarbeiten, bevor ein Antrag gestellt wird. Anonyme Voranfragen bei mehreren Versicherern zeigen vorab, welche Gesellschaft zu welchen Konditionen annimmt. So vermeiden Sie böse Überraschungen.

03

Nettotarife sparen Beitrag

Viele Versicherer bieten sogenannte Nettotarife an, also Tarife ohne eingerechnete Abschlussprovision. Die monatliche Ersparnis liegt oft bei 10 bis 20 Prozent gegenüber dem Bruttotarif. Über eine Laufzeit von 30 Jahren summiert sich das auf mehrere Tausend Euro, selbst nach Abzug des Beratungshonorars.

So läuft es ab

Der Weg zu Ihrer BU auf Honorarbasis

1

Erstgespräch

Wir klären Ihren Absicherungsbedarf, Ihr Berufsbild und Ihre gesundheitliche Ausgangslage.

2

Risikoprüfung

Anonyme Voranfragen bei ausgewählten Versicherern. Sie erfahren vorab, wer zu welchen Bedingungen annimmt.

3

Tarifanalyse

Vergleich der Bedingungswerke nach über 50 Kriterien. Keine Werturteile nach Bauchgefühl, sondern nachvollziehbare Analyse.

4

Abschluss

Antragstellung beim gewählten Versicherer. Als Nettotarif, ohne einkalkulierte Provision im Beitrag.

Häufige Fragen

Was Sie zur BU-Honorarberatung wissen sollten

Das Honorar richtet sich nach dem Umfang der Beratung. Für eine vollständige BU-Analyse inklusive Risikovoranfragen und Tarifvergleich liegen die Kosten typischerweise zwischen 300 und 600 Euro. Das klingt zunächst nach viel. Rechnet man aber die Beitragsersparnis durch einen Nettotarif über die gesamte Laufzeit, ist die Honorarberatung in den meisten Fällen die günstigere Variante.

Nicht jeder Versicherer bietet Nettopolicen an. Der Markt wächst aber stetig, und die meisten großen BU-Anbieter haben inzwischen provisionsfreie Tarife im Programm. Ein Honorarberater kennt die aktuelle Verfügbarkeit und kann einschätzen, ob ein Nettotarif in Ihrem Fall sinnvoll ist oder ob ausnahmsweise ein Bruttotarif die bessere Wahl wäre.

Ein bestehender Vertrag sollte nie leichtfertig gekündigt werden. Durch eine unabhängige Prüfung lässt sich aber feststellen, ob Ihr aktueller Tarif ausreichenden Schutz bietet oder ob Lücken bestehen. Manchmal reicht eine Nachversicherung. In anderen Fällen kann ein neuer Vertrag mit besseren Bedingungen sinnvoll sein, vorausgesetzt, die Gesundheitsprüfung lässt es zu.

Ein guter Honorarberater begleitet Sie auch dann, wenn es darauf ankommt. Das bedeutet: Unterstützung beim Leistungsantrag, Prüfung der Versichererantwort und bei Bedarf Koordination mit spezialisierten Fachanwälten. Diese Begleitung ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber der klassischen Provisionsberatung, bei der nach dem Abschluss oft kein wirtschaftlicher Anreiz für weitere Betreuung besteht.

Nächster Schritt

Lassen Sie Ihre BU unabhängig prüfen

Ob Sie eine neue BU-Versicherung suchen oder einen bestehenden Vertrag bewerten lassen möchten: Wir beraten auf Honorarbasis, ohne Provision und ohne Verkaufsdruck.

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