Auszeit im Tannheimer Tal
Ein paar Tage habt ihr von mir nichts gehört. Das war kein Zufall, sondern Absicht. Ich war nach München unterwegs, anschließend im Tannheimer Tal – und habe mir endlich mal Zeit genommen, ein paar Dinge in Ruhe zu sortieren, die ich sonst zwischen Mandaten, Videos und Verbraucherzentrale immer nur „nebenbei“ gedacht hatte.
Aus dieser Auszeit sind ein paar konkrete Entscheidungen entstanden. Und weil mir Transparenz gegenüber meiner Community wichtig ist, möchte ich euch hier offen erzählen, was sich ändern wird.

Schnee im Mai – und ein Tal voller Klarheit
Die Eisheiligen hatten zum Zeitpunkt meines Aufenthalts ganze Arbeit geleistet. Als ich am ersten Morgen aus dem Fenster geschaut habe, war das halbe Tal weiß. Oben auf dem Berg dann: Spuren? Keine. Ich war offenbar einer der ersten, die sich an dem Tag hochgewagt haben. Stellenweise konnte ich den Wanderweg gar nicht mehr erkennen und musste raten, wo es weitergeht.
Klingt nach einer schiefen Metapher, ist aber genau das, was ich gebraucht habe: raus aus der Routine, weg vom Schreibtisch, allein mit dem Kopf. Am zweiten Tag dann mehr Sonne, am dritten Regen zur Abfahrt. Drei sehr unterschiedliche Tage – und am Ende ein paar Entscheidungen, die schon länger fällig waren.

Was sich ab Ende Q3 2026 ändert
Die wichtigste Entscheidung zuerst: Ende September 2026 werde ich gewisse Projekte aufgeben und mich künftig deutlich stärker auf die IIW GmbH konzentrieren.
Bisher war es so, dass mein Tag zwischen verschiedenen Rollen aufgeteilt war. Das hat funktioniert, aber es hat auch Grenzen. Ich habe einerseits weiter konstant Mandate – das 1:1-Geschäft läuft. Andererseits merke ich: Mit der Reichweite, die ich mir mittlerweile aufgebaut habe, könnte ich deutlich mehr Menschen erreichen, wenn ich nicht jede Beratung einzeln führen müsste.
Mein Ziel ist deshalb, das Verhältnis langsam zu verschieben: weniger reine 1:1-Beratung, dafür mehr Formate, in denen viele Menschen gleichzeitig profitieren können – ohne dass die Qualität leidet. Was genau das im Detail bedeutet, werde ich nach und nach hier und in den Videos zeigen. Vieles ist noch in Bewegung. Aber die Richtung steht fest.
Verstärkung im Team
Parallel dazu habe ich meine Schwester Monica als geringfügig Beschäftigte eingestellt. Sie unterstützt mich organisatorisch – vor allem im Bereich E-Mails und Termine. Auf Dauer kann ich mir auch gut vorstellen, dass aus den paar Stunden mehr wird.
Für mich ist das ein wichtiger Schritt: Bisher habe ich vieles allein gemacht. Wenn ich aber den Fokus stärker auf Inhalte, Mandate und neue Formate legen will, dann brauche ich jemanden, der mir den Rücken freihält. Patrick als Webmaster und Mit-Host bleibt natürlich an Bord – mit ihm entstehen aktuell ja auch die Videos zu „Kapitaler Unfug“.
Mehr Investitionen in Technik – ja, das macht wirtschaftlich noch keinen Sinn
Wer mir auf YouTube oder Patreon länger folgt, weiß: Ich bin keiner, der riesig auf Effizienz schaut. Ich mache vieles, weil es mir Spaß macht und ich weiß, dass es sich langfristig auszahlt – nicht, weil sich die Stunde gerade rechnet.
In dieses Schema passt auch, dass ich jetzt in deutlich bessere Aufnahmetechnik investiert habe. Eine neue Kamera, neue Mikrofone, neues Setup im Nebenraum, damit ich künftig auch zu zweit produzieren kann, etwa für „Kapitaler Unfug“ mit Patrick oder für Gespräche mit Gästen.
Wird sich das in den nächsten Monaten rechnen? Wahrscheinlich nicht. Aber es ist Teil einer Entwicklung, in der ich überzeugt bin: Wer Inhalte machen will, die ernst genommen werden, muss auch in die Form investieren – nicht aus Eitelkeit, sondern weil Qualität ein Stück Glaubwürdigkeit ist.
Wenn dich die KI weiterempfiehlt
Eine Anekdote noch, weil sie zeigt, wie sich gerade einiges verändert: Vor wenigen Tagen hat mich jemand angerufen, der mich als Honorarberater nicht etwa über eine Suchmaschine oder eine Empfehlung gefunden hatte – sondern weil eine KI ihn auf mich verwiesen hat.
Das ist mir zum ersten Mal so direkt begegnet. Und es lässt sich relativ klar erklären: Wer sehr viel öffentlich zugängliche Inhalte produziert – Videos, Blogartikel, Interviews, Stellungnahmen – der wird von den großen Sprachmodellen mit hoher Wahrscheinlichkeit „gelernt“. Wenn dann jemand seine KI fragt, wer als unabhängiger, provisionsfreier Honorarberater in Frage kommt, kann es eben passieren, dass mein Name fällt.
Dazu gibt es auch ein kleines YouTube-Short-Video: https://youtube.com/shorts/Qc4FEKmRMQ8
Für mich ist das ein interessanter Hinweis: Sichtbarkeit verändert sich gerade. Es geht nicht mehr nur darum, bei Google ganz oben zu stehen, sondern auch darum, ob KI-Systeme einen kennen, einordnen und weiterempfehlen können. Wer öffentlich auftritt, sollte das im Hinterkopf haben.
Was als Nächstes ansteht
Auf meiner Festplatte liegt noch ein ganzer Ordner Material von der INVEST 2026 in Stuttgart – Interviews, Gespräche, Eindrücke, die nach und nach hier auf dem Blog und auf YouTube erscheinen werden. Da war einiges dabei, was es verdient hat, in Ruhe aufgearbeitet zu werden.
Außerdem werden die regelmäßigen Formate weiterlaufen: „Kapitaler Unfug“ mit Patrick, Gespräche mit Expertinnen und Experten, Einordnungen zu aktuellen Themen und – wo es passt – Stellungnahmen zu Dingen, die in der Finanzwelt schieflaufen.
Für die Community: Treffen am 31. Mai
Für meine Unterstützerinnen und Unterstützer auf Patreon und YouTube plane ich am 31. Mai um 16 Uhr ein gemeinsames Online-Community-Treffen. Dort wollen wir nicht so wie hier in Stream-Form arbeiten, sondern miteinander reden: Themenvorschläge, Diskussion, Austausch. Ich freue mich darauf – und wenn ihr ohnehin schon Mitglied seid, bekommt ihr den Anmeldelink über die jeweilige Plattform zugestellt.
Für alle andere Interessierte wird es bald auch eine Möglichkeit der Teilnahme geben. Um nichts zu verpassen solltet ihr in jedem Fall meinen Newsletter abonnieren: https://www.investiertinwissen.de/newsletter/
Danke
Zum Schluss: Ich weiß sehr genau, dass das, was ich hier mache, ohne euch nicht möglich wäre. Einige von euch sind bereits seit zwölf Monaten zahlende Mitglider der Community. Andere seit elf, viele seit zehn. Das ist für mich keine Selbstverständlichkeit, sondern ein klares Zeichen, dass das, was ich tue, einen Wert hat – auch ohne dass ich jeden Tag ein neues Video raushaue.
In den nächsten Monaten werde ich versuchen, diesen Wert noch sichtbarer zu machen. Nicht durch mehr Lautstärke, sondern durch mehr Tiefe.
Bis bald – ob im nächsten Video, im Community-Treffen oder einfach hier im Blog.
Euer Thomas

